Als wir unsere Reise planten überlegten wir, wie lange wir für die einzelnen Städte veranschlagen sollten. Die Zeit war begrenzt und alles kann man eh nicht sehen. Während wir hin und her überlegten, meinte Kathrin, wir könnten ja mal die KI fragen. Da wir die KI noch nicht in unserem Tagesablauf vollintegriert haben, wie manch anderer, war es auch nicht der erste Gedanke gewesen, aber warum eigentlich nicht? Also ließen wir die KI entscheiden wo wir eine Übernachtung länger haben sollten. Die Antwort war eindeutig gewesen: Riga!
Und so saßen wir früh morgens im Zug von Vilnius nach Riga. Das ging alles ganz problemlos, denn er war pünktlich und auch weitestgehend selbsterklärend. Man sollte die Tickets aber schon vorher buchen, denn die Auslastung war ganz ordentlich, und wir waren nicht einmal in der Hauptreisezeit unterwegs. Das geht ein paar Wochen im voraus am besten auf der Seite von LTG Link. Doof ist nur, dass der Zug in Vilnius um 7.30h abfährt und man früh aufstehen muss. Entsprechend müde waren wir, aber dafür war die Bahnfahrt angenehm und pünktlich. Um 11.30h waren wir in Riga und fuhren in unser Hotel, das Grand Palace Hotel in der Altstadt. Warum Schlafmangel und eine Abneigung gegen Smalltalk keine gute Combo sind, stellte ich unter Beweis. Beim Versuch ein paar Nettigkeiten mit dem Fahrer auszutauschen, fragte ich ihn wie man auf estnisch "Danke" sagt. Er meinte nur, das wisse er nicht, wir seien in Lettland...
Das erste was uns angenehm auffiel: das Wetter. Es war sonnig und wärmer als in Vilnius. Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten machten wir uns auch gleich los. Dennoch galt auch hier, wie zuvor in Vilnius: Ohne Regenschirm verlässt man nicht das Haus, zumindest nicht als Tourist. Den Einheimischen macht Regen scheinbar nichts aus. Egal ob Sweatschirt oder Hemd, bei Regen waren die Einheimischen trotzdem unterwegs. Touristen hielten sich auch in Riga eher zurück und auch die WM Übertragungen wurden nur von wenigen Gästen geschaut. Und wie richtig unsere Entscheidung war den Schirm mitzunehmen, zeigte sich schon eine knappe Stunde später.
Schon bald fingen wir an zu überlegen ob uns eine besser gefiel. Viel zu früh, aber für einen ersten Eindruck langte es allemal. Die Altstadt von Riga ist gefühlt etwas weitläufiger als die von Vilnius. Nicht besser oder schlechter, auch nicht schöner oder hässlicher. Sie sind beide von unterschiedlichen Epochen geprägt. Während Vilnius eher barocken Charakter hat, herrscht in Rigas Altstadt eher die Gotik vor. Außerdem verströmen sie ganz unterschiedliche Stimmungen. Als Hansestadt ist Riga sicherlich kosmopolitischer. Man merkt schnell dass hier unterschiedliche Einflüsse eine Rolle spielen. Gegründet von einem deutschen Bischof aus Bremen, Anfang des 13Jh, ist Bremen heute auch Partnerstadt. Die Zugehörigkeit zur Hanse machte Riga zu einem wichtigen Drehkreuz zwischen Ost und West. Und auch die damit verbundene Nähe zur Ostsee, die über die Daugava nur 10km entfernt liegt, verleiht der Stadt ein anderes Flair als die Binnenstadt Vilnius. Vilnius hingegen ist ruhiger, aber unheimlich grün und auch die Farben der Häuser in der Altstadt sind andere, nämlich überwiegend ziegelrot und gelb... Zusammengenommen also die Farben der litauischen Flagge.
Zurück in der Altstadt mit ihren schön restaurierten Gebäuden und vielen Kirchen. Nicht ganz so viele wie Vilnius, aber dennoch beeindruckend. Allerdings sind sie fast alle schlichter als in Vilnius. Das liegt daran, dass die meisten evangelisch sind. Während die längste Zeit der ersten 300 Jahre seit der Gründung der Katholizismus praktiziert wurde, schloß sich Riga 1522 der Reformation an. Der Lutheranismus ist auch mit ein Grund für weniger Prunk in den Kirchen. Allerdings spielt Religion heutzutage für viele Esten keine Rolle. Über die Hälfte der Bevölkerung ist konfessionslos. Not macht scheinbar erfinderisch und wenn man die Räume nicht mehr mit Gläubigen voll bekommt, müssen andere Aktivitäten her. Wir erlebten die Kirchen auch eher als Museen oder Konzerträume. Für einige wurde auch Eintritt verlangt. Die St Petri Kirche beispielsweise hat nicht nur den höchsten Kirchenturm, sondern auch eine prima Aussicht von selbigem. Für 8€ kann man mit dem Aufzug auf 68m Höhe und einen Blick über die Stadt genießen, und es waren nicht wenige, die diesem Reiz gefolgt sind.
Der Dom wiederum hat nicht nur eine spektakuläre Orgel, sondern auch einen schönen Garten mit Kreuzgang. Als Weltkulturerbe , das die Altstadt ja ist, sind viele der Gebäude inzwischen restauriert und auf hochglanz gebracht worden.
Dazu beigetragen hat sicherlich die Tatsache, dass sowohl das Parlamentsgebäude als auch der Sitz des Präsidenten sich dort befinden. Das Regierunsviertel beherbergt auch einige Botschaften und noch ein paar Erinnerungsstücke an die Revolution, die 1991 den Unabhängigkeitsprozess von der Sowjetunion in Gang setzte. Auch hier fiel uns eine gewisse "Bürgernähe" auf. Man kann das Parlament besuchen, muss sich jedoch einige Tage zuvor anmelden. Leider hatten wir das nicht gewusst, sonst hätten wir das gerne mal gemacht. Neben den Häusern der Kaufleute und Gilden, wie das sehr schöne Schwarzhäupterhaus oder das Katzenhaus, gibt es in der Altstadt auch einige Jugendstil-Häuser. Sie wirken etwas "deplatziert", obwohl sie wirkliche architektonische Perlen sind, aber wirken etwas aus der Zeit gefallen, aber dazu später mehr.
Das Katzenhaus... Nach ein, zwei Tagen fiel uns auf, dass überall, sei es in Souvenirshops oder an verschiedenen Stellen in der Stadt, stilisierte, schwarze Katzen auftauchten. Sie gehören zum Stadtbild wie anderswo Maskottchen oder andere Symbole. Hier beziehen sie sich auf eine vermutlich wahre Geschichte nach der ein Händler, der entweder im Groll über die Stadtoberen oder die Händlergilde (so genau weiß man das nicht mehr), auf das Dach seines Hauses (es befindet sich gegenüber der Großen Gilde) zwei Katzen mit Buckel setzen ließ, die ihren Hintern in die Richtung der unliebsamen Nachbarn richteten. Allerdings drehte er sie um, als sich die Wogen geglättet hatten und der Streit doch irgendwann beigelegt wurde.
Als Hansestadt war der Kontakt mit und die Einflußnahme durch die Deutschen, unumgänglich. Über den Deutschen Orden siedelten sich viele deutschstämmige Bürger an. Später schloß sich Lettland Polen -Litauen an und kam im Laufe der Jahrhunderte auch unter schwedische und russische Herrschaft. Prägend und einschneidend aber dürfte die erste Hälfe des 20 Jh. gewesen sein. Die Verwicklung in beide Weltkriege und das "Gezerre" um Lettland zwischen Russland und dem Deutschen Reich bewirkte wechselnde und konträre Einflußnahme in das Leben der Bürger. Besonders schwerwiegend wirkte sich der Antisemitismus aus, der von beiden Mächten ausgeübt wurde. Den Höhepunkt erreichte das Übel mit der Einrichtung des Jüdischen Ghettos im Jahr 1941. Es diente nicht nur der Unterbringung der über 30.000 Rigaer Juden, sondern wurde später auch als Lager für Juden aus anderen Teilen des Deutschen Reichs genutzt, auch den Juden aus Vilnius. Bis 1944 wurden zehntausende Juden und andere "Unliebsame" in den Wäldern der Umgebung, vor allem Bikernieki und Rumbula, umgebracht und verscharrt. Das diese Wunde vermutlich nie heilen wird haben wir an diversen Museen und Gedenkstätten bemerkt. Wir haben das Ghettomuseum in der "Moskauer Vorstadt" besucht, wo das Ghetto und das Schicksal vieler namentlich genannter Einzelpersonen, erzählt wird. Mit Unterstützung von Yad Vashem und Überlebenden, sowie deren Nachkommen, haben wir ein lebhaftes Bild von den Entbehrungen und Grausamkeiten dieses Ortes nahegebracht bekommen. Unter dem Motto "Keiner wird vergessen" gibt es u.a. eine Gedenktafel mit über 70.000 Namen, die an die Opfer des Holocaust in Lettland erinnert. Wenn wir vorher ein mulmiges Gefühl hatten, waren wir hinterher wieder einmal dahingehend geerdet, das wir in einer Welt leben, die sich wieder dem Klammergriff des Dunkels ausgesetzt sieht, aber immernoch kein Vergleich zu der damaligen Zeit ist.
In einer völlig unwirklichen Umgebung besuchten wir das Museum zu Ehren Zanis Lipke. Als einer der Gerechten von Yad Vashem geehrt, hat dieser Arbeiter im Hafen von Riga mindestens 60 Juden vor dem Tod bewahrt. Seine Gedenkstätte steht auf Kipsala, an seinem ehemaligen Wohnort, der allerdings nichts mehr gemein haben dürfte, mit dem Ort an dem Familie Lipke lebte. Die Insel Kipsala, bzw seine Ostseite, ist ein wunderbares Fleckchen Land, das sich heute nur noch die wohlhabende Gesellschaft leisten kann. Jedenfalls sind die Häuser an denen wir vorbeiliefen architektonische Perlen, die oftmals die Tradition der alten, lettischen Holzhäuser aufgreifen. Selbst das kleine Museum ist sehr ansehnlich, aber die Zeitreise auf die es uns mitgenommen hat, war ein weiteres Beispiel für die Bedeutung, die dieses Thema noch immer für das Land hat. In einzelnen Episoden werden die beteiligten Personen und prägende Ereignisse erläutert, die ziemlich deutlich machen was für ein Risiko die Familie Lipke eingegangen war.
Apropos Holzhäuser: auf der linken Uferseite gibt es sie noch relativ häufig. Zwar sind viele in einem schlechten Zustand, aber man besinnt sich doch wieder auf Traditionen und so haben einige Besitzer und Interessenten die alte Bausubstanz wieder aufgewertet und zum Leben erweckt. Im Kalnciema Viertel sind einige dieser Häuser sogar zu trendigen Restaurants und Galerien geworden. Während unseres Spaziergangs durch das Wohnviertel sahen wir noch viele der Häuser, die auch durchaus Farbe in die Gegend bringen und ein Gegenentwurf zur NDT, der "Neuen Deutschen Tristesse" bei uns sind, mit ihren hellen Häusern und schwarzen Tür-/Fensterrahmen.
Ein sehenswerter Ort ist der älteste Markt Rigas, der von Agenskalna mit seiner schönen Markthalle aus dem ausgehenden 19Jh. Dort gibt es neben allerlei Marktgütern auch einen Foodcourt im oberen Stockwerk, wo wir uns erstmal stärkten.
Wenn man schonmal drüben ist, kann man sich noch ein Wahrzeichen der neueren Zeit ansehen, nämlich die Lettische Nationalbibliothek in ihrem hochmodernen Gebäude. Es wurde vom lettisch/amerikanischen Architekten Gunnar Birkets entworfen und 2021 erbaut. Die Form eines Berges kommt nicht von ungefähr und ist eine Anlehung an eine Passage des Buchs "Das goldene Ross", wo eine Prinzessin auf dem Gipfel eines Berges liegt und nur ein Mann mit reinem Herzen sie erreichen kann. Der Zutritt frei, aber der öffentliche Teil schnell abgehakt, jedoch durchaus spektakulär.
Kennt ihr Edmund von Trompowsky oder Michail Eisenstein? Ich auch nicht, bis wir deren Vermächtnis gesehen haben. Unter anderen gehörten die beiden sicherlich zu den bedeutensten Architekten der Neustadt. Die Neustadt wurde in der zweiten Hälfte des 19.Jh entwickelt und gebaut um die wachsende Nachfrage nach Wohnraum zu befriedigen aber an einigen exponierten Stellen auch um einen gewissen Wohlstand zur Schau zu stellen. Auch sie ist Weltkuturerbe weil sie dutzende wundervoller Jugenstilbauten hat. In Riga gibt es insgesamt über 800 Gebäude, die dem Jugendstil zugerechnet werden. Ein glücklicher Zufall bewahrte sie vor dem Abriss während der Sowjetzeit, nämlich auch der, der verhinderte, dass sie restaurtiert wurden: Es gab weder für das eine noch das andere Geld. Somit ist der Nachwelt ein Schatz erhalten geblieben, der inzwischen in altem Glanz erstrahlt. Durch die Vielzahl der Aufträge konnten die Architekten ihrer Phantasie freien Lauf lassen und unterschiedliche Elemente einbauen und probieren. Dadurch sind heute drei Stilrichtungen bekannt: der dekorative, der senkrechte und der national-romantische Stil, aber ich will nicht mit Detailkenntnis langweilen, im Netz findet man einiges darüber. Während die prachtvollsten Häuser entlang der beiden Straßen Elisabet und Alberta iela konzentriert liegen, finden sich noch viele mehr in der gesamten Stadt verteilt, aber vor allem entlang der Parks, die die Altstadt von der Neustadt trennen. Im Endeffekt muss man wirklich nur mit offenen Augen durch die Neustadt laufen um ein ums andere mal zu staunen.
Mittendrin in der Neustadt, ich will es nicht unerwähnt lassen weil es ein Bekenntnis für die Freiheit und Solidarität ist, liegt die Russische Botschaft. Wie auch anderswo in der Welt wird sie natürlich besonders bewacht. Wir kamen auf dem Weg in ein Restaurant vorbei und eigentlich hätten wir schon an der Häufung von Ukrainischen Fahnen erkennen können wo wir sind, aber nicht nur, dass man die Straße an der die Botschaft liegt in "Ukrainische Unabhängigkeits Straße" umbenannt hat, nein. Die Botschaftsmitarbeiter schauen jeden Tag auf das Bild unten. Eine eindringliche Art zu zeigen was man von der Regierung des Landes hält.
Ja, Russland und Lettland haben eine lange und größtenteils unheilvolle Beziehung, vor allem für das kleinere Lettland. Aber es leben noch immer viele russischstämmige Menschen im Land, nämlich etwa ein Viertel der knapp 2Mio Bürger des Landes. Die meisten leben zwar im Osten des Landes, aber etwa 20.000 leben auch in Riga, größtenteils in dem ehemals "Moskauer Vorstadt" genannten Viertel, südöstlich der Zeppelinhallen. Im Zuge der Verbannung des Russlandbezugs (wie auch die o.g. Straße) aus dem Alltag Lettlands wurde auch der Name offiziell getilgt und wird nun "Letgales aptkaime" (Lettgallisches Viertel) genannt. Der ursprüngliche Name ging auf den Namen der Landstraße zurück, die nach Russland führte. Hier lebten viele Arbeiter und man kann noch einige Gebäude entdecken, wie man sie auch in Russland findet. Das bekannteste ist die Akademie der Wissenschaften im sowjetischen Klassizismus. Aber auch Plattenbauten aus den 50/60ern sieht man oft, wenn man etwas eintaucht. Daneben haben wir auch noch ein paar der alten Holzhäuser gesehen, die nicht verfallen sind und heute unter dem Schutz des UNESCO stehen. Wir waren dort, weil sich im 2.WK das Jüdische Ghetto befand und wir, wie bereits oben erwähnt, das Holocaust Museum besucht haben.
Wie sehr das Land mit seiner Geschichte, vor allem die der Unterdrückung während der UdSSR-Zeit, kämpft und leidet, zeigte sich am Lettischen Okkupationsmuseum. Zufällig waren wir am Jahrestag, dem 17.Juni, dort und sahen viele Menschen, teils sehr bewegt, den Interviews mit Zeitzeugen zuhören, die auf den Bildschirmen im Eingangsbereich liefen. Die Besatzung durch die Sowjetunion in 1940, dann durch NS-Deutschland und später wieder durch die Sowjetunion, ist ein Trauma, das sich fest ins Gedächtnis des Landes eingebrannt hat und das ganze Land daran erinnert wofür es sich zu kämpfen gelohnt hat. Durch die erneute Bedrohung , war unser Gefühl, ist man bereit auch wieder alles dafür zu tun, dass der Status quo erhalten bleibt, den der Blick Lettlands, sowie der anderen beiden Staaten ist definiv nach Westen gerichtet.
Wenn man sich ein wenig mit Riga auseinandersetzt, wird einem ein Begriff ziemlich sicher über den Weg laufen. Eigentlich auch kein Begriff, sondern ein Ort: die Zeppelinhallen. Der Name täuscht etwas, denn eigentlich handelt es sich um den Rigaer Zentralmarkt. Jedoch sind die Gebäude in denen er sich befindet wirkliche einmal Zeppelinhallen gewesen, die in Kurland, im Westen Lettlands, standen und im 1.WK den Deutschen als Hangars für Luftschiffe dienten. In den 20er Jahren wurden sie von der Regierung übernommen, ab- und in Riga wieder aufgebaut. Sie sollten als modernere Räumlicheiten dienen und mit den schlechten hygienischen Verhälnissen des alten Markts Schluß machen. Wir schauen uns ja gerne Alltagsorte an, und wo geht das besser als auf einem Markt. Hier gibt es viel Gemüse und Obst und verschiedenste landestypische Spezialitäten.
Was das Essen anging konnten wir uns auch in Riga nicht beklagen. Wir haben unterschiedlich aber immer lecker gegessen. Da war z.B. da 3 Pavaru Restorans, das drei Chefs ohne Investorenrückhalt gründeten, nun seit ca 30 Jahren besteht und zu den beliebtesten und besten der Stadt gehört.
Das Milda interpretiert die lettische und litauische Küche etwas moderner und hat uns mit einer Vielfalt an leckeren Snacks und Gerichten überzeugt.
Das Masa ist ein Spot wo Rigaer gerne hingehen um gut zu essen und sich einfach zu entspannen und eine gute Zeit zu haben. Es ist lebhaft und auch etwas laut, aber vermittelt eine schöne Wohlfühlatmosphäre.
Im Entresol war nicht viel los, aber hinterher haben wir uns gefragt warum? Ein sehr gelungenes Menü mit einer improvisierten antialkoholischen Getränkebegleitung haben uns überzeugt.
Ja, und dann lagen auch wieder vier ereignisreiche Tage hinter uns. Riga hat uns von der ersten Sekunde an mit seiner lebendigen Mischung aus Geschichte und Moderne verzaubert. Beim Schlendern durch die kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt spürt man förmlich die Hansezeit, während nur wenige Straßen weiter die prächtigen Jugendstilbauten absolute Eleganz ausstrahlen. Besonders fasziniert hat uns die kreative Energie in den alten Holzkirchen und umgestalteten Fabrikhallen, in denen heute hippe Cafés und Kunstgalerien florieren. Für mich ist diese baltische Metropole ein echter Geheimtipp, der gelassene nordische Ruhe perfekt mit baltischem Temperament verbindet.
Weiter ging es wieder mit der Bahn, die uns zuverlässig nach Tallinn brachte, aber darüber erzählen wir im dritten Teil unseres "Drei-Länder-Trips"

































































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